Freundliche Gastlichkeit im Herzen der Sängerstadt

Alles begann mit dem freundlichen Gruß, den ein Finsterwalder Wirt seinen Gästen entbot: „Guten Tag, Herr Vetter.“ Die Finsterwalder tauften seine Gastwirtschaft kurzerhand „Zum Vetter“. Der Name des freundlichen Gastwirts ist heute nicht mehr bekannt – fest steht aber, dass Herrmann Salzmann den „Vetter“ 1919 kaufte. Begonnen hat der „Vetter“ als rustikales Lokal mit Ausspannung und ein paar einfachen Kutscherkammern.

Der Übernachtungspreis pro Pferd ist übrigens überliefert: Er betrug 25 Pfennig. 1924 führte Alfred Salzmann das Haus als Pension mit 18 Betten, Ausspannung und Vereinslokal, und 1963 erweiterte Hans Salzmann das 1936 gegründete Hotel auf 44 Betten. Die Familie Salzmann begründete auch den Ruf des „Vetters“ als beliebtes Finsterwalder Speiselokal. Verblieb das Hotel in der DDR weiter bei der Familie Salzmann, so wurde das Restaurant in eine HO-Gaststätte umgewandelt, die jedoch weiter unter der Leitung von Hans Salzmann stand.

An diese langjährige Tradition der Gastlichkeit knüpften Hans Salzmanns Tochter Ute und ihr Mann Reinhard Scholz an, als sie das Hotel in den 1990er-Jahren übernahmen. Mit der „Vetternwirtschaft“ ließen sie 2011 auch wieder das Restaurant aufleben. Das Hotel „Zum Vetter“, das Restaurant „Vetternwirtschaft“ und der Wellness- und Kosmetiksalon „Frauenzimmer“ sorgen nun an traditioneller Stelle für gepflegte und herzliche Gastlichkeit.